Photovoltaik
Über das Thema Photovoltaik (PV) wird in der letzten Zeit immer öfter berichtet. Bis Anfang 2009 dachte ich, dass dir PV eher etwas für Idealisten ist. Gut – in Bayern oder in Süd-Europa gibt es PV-Anlagen schon länger - aber dort scheint auch die Sonne wesentlich öfters und intensiver als im restlichen Deutschland. "Die Eifel ist sicherlich keine gute PV-Gegend", war ich mir sicher. Durch eine Postwurfsendung mit dem Slogan „Dieses Dach verdient 400 Euro im Monat“ mit einer abgebildeten PV-Anlage bei uns im Ort, wurde ich auf die PV aufmerksam.
Ich habe daraufhin ein paar Stunden investiert und im Internet recherchiert und dabei festgestellt, dass die PV nicht nur eine reines Öko-Thema ist. Die PV ist mittlerweile ein Thema für viele Hausbesitzer und rechnet sich. Es spielt dabei keine entscheidende Rolle, ob das Dach für die PV-Anlage exakt nach Süden ausgerichtet ist. Wichtig ist vielmehr, dass die PV-Anlage optimal aufeinander abgestimmt ist. So müssen die Module mit der entsprechenden Spannung und Strom zum Wechselrichter passen. Der Wechselrichter muss dabei einen hohen Wirkungsgrad von mind. 97% haben und darf keinen Kompromiss darstellen. Der Wirkungsgrad muss gerade im unteren Bereich immer noch gut sein.
Aufgrund meiner Ausbildung als Dipl.-Ing. der Elektrotechnik und als Energieanlagenelektroniker habe ich es mir zugetraut, die Anlage selbst zu konzipieren. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, welcher Aufwand damit verbunden ist, ich hätte es nicht gemacht und die Arbeit einem Solarteur überlassen.
So habe ich unzählige PV-Module verglichen und Dachpläne gezeichnet. Beim Wechselrichter war ich mir sehr früh über den Hersteller und das Modell klar. Ich habe einen Hersteller aus Italien gewählt, welcher seit über 10 Jahren am Markt ist. Über Solarlog habe ich mir einige Anlage angesehen, die hervorragend funktionieren. Daneben ist der Preis um 30% günstiger, als bei marktführenden Herstellern aus Deutschland. Bei den Modulen bin ich dann bei einem Hersteller aus Indien fündig geworden, der nur deutsche Komponenten verwendet. So kommen die Solarzellen und das Spezial-Glas von deutschen Marktführern. Warum das Verschiffen nach Indien und dem Rücktransport günstiger als ein Zusammenbau in Deutschland ist, ist mir aber schleierhaft. Später habe ich erfahren, dass es nun verschiedene Hersteller in Ostdeutschland gibt, die genau solche Module bauen.
Bei der Montage der Module habe ich Pech gehabt: Ich habe einen Dachdecker über My-Hammer engagiert, der sein Geld nicht wert war. Einige Befestigungen waren fehlerhaft – die Sicherheit auf dem Dach war nicht gewährleistet. Dass würde ich nicht mehr so machen. So habe ich mich entschlossen, alle Module wieder runter zu nehmen und neu zu montieren.
Die Neumontage der Module ging einher mit der Aufrüstung der Anlage. Anfangs hatte die Anlage 9,66 kWp. Bei einer Spitzenleistung von 11,0 kW für den Wechselrichter, war die Generatorleistung der Modul zu gering. Ich habe daher die Leistung auf 11,02 kWp erhöht, da ich in den ersten Wochen des Betriebes gesehen habe, dass die Anlage sehr gut funktionierte.
FAZIT
Seit dem 25.08.09 ist meine Anlage mit der vollen Leistung nun im Betrieb und hat einen sehr guten Ertrag. Aufgrund meiner Eigen-Konzeption habe ich ca. 4.000 Euro gespart. Ich gehe davon aus, dass sich die Anlage nach 8 Jahren bezahlt haben wird.
Die eigene Zusammenstellung der Komponenten hat sehr viel Spaß gemacht aber auch sehr, sehr viel Arbeit bedeutet. Dies ist nicht jedermanns Sache und kann ich nicht wirklich empfehlen.